Winter: 

Einkehr

innige Wärme

Stille


"Winter"   Geschenk für Euch


 Tantra – Ritual

Wikipedia

Das Wort Tantra entstammt dem altindischen Sanskrit und heißt wörtlich: “Gewebe, Zusammenhang, Kontinuum”. 

Das Sanskritverb “tan” heißt ausbreiten, ausdehnen, das Suffix “tra” bedeutet, dass etwas für eine andere Sache gut geeignet ist.

So ist ein Mantra (man: denken) gut für das Denken,

ein Yantra (yan: halten) gut zur Stütze,

Tantra ist also etwas, das die Ausdehnung fördert, und zwar die Ausdehnung des feinstofflichen Körpers; es meint aber gleichzeitig, diese Ausdehnung selbst, und obendrein bezeichnet es auch ihre Wirkung.

 

Die Philosophie  (Lucien Loosen)

Das Tantra ist ein ganzheitlicher Weg zur Verwirklichung Höchster Liebe. Das Tantra ist ein Übungsweg mit einer breitgefächerten Vielzahl an Methoden, Techniken und Ritualen. Das Ziel ist die höchste menschliche Verwirklichung.

Es geht um das Bewusstsein, in dem der Mensch in tiefstem Frieden ist und höchster Glückseligkeit zugleich.

Das ist Ekstase, das höchste Entzückt- und Verzückt-Sein.

Es ist ein Zustand, wo alle menschliche Sehnsucht gestillt und jeglicher Kampf und Schmerz beendet ist. Damit hat die Tantrikerin/der Tantriker die ganze Schöpfung verstanden.

Es gibt nichts Schöneres, als solchen Menschen zu begegnen, denn diese beseligende Verzückung ist höchst ansteckend.

Auf das Erreichen dieses Zieles ist der ganze Tantra-Weg ausgerichtet.

Somit will Tantra genau wie Yoga die Vereinigung des Menschen mit seinem ursprünglichen natürlichen Zustand wiederherstellen.

Es geht um nichts anderes als wahre Selbsterkenntnis, und die Entdeckung des wirklichen “Ich”.

Dieser abenteuerliche Weg der Selbstentdeckung ist lohnend. Es gibt nichts Wichtigeres, als den Sinn Seines Lebens zu verwirklichen.

 

Die Rolle des Körpers

Im Vergleich zu vielen spirituellen Richtungen und Übungswegen fällt im Tantra die starke Bejahung und Betonung des Körpers auf.

Der Körper in seiner Unvollkommenheit ist so vollkommen wie er ist.

Der Körper ist Fahrzeug und Werkzeug zur Erleuchtung.

Der Körper ist der geheiligte Tempel des Göttlichen.

Der Körper ist das wunderbare Musikinstrument, auf dem das Göttliche seine Musik ertönen lässt.

Der Körper ist das ästhetische Gewand und Ausdruck der Seele.

Der Körper ist der Mikrokosmos, der den Makrokosmos, d. h. die ganze Schöpfung wiederspiegelt.

Die Gegensätze heißen im Tantra Shakti (das urweibliche, dynamische Prinzip) und Shiva (das urmännliche, statische Prinzip). 

Das Tantra ist somit ein Weg, der Gegensätzlichkeit bejaht und akzeptiert.

Für die Tantrikerin/ den Tantriker gibt es nichts Schlechtes oder Falsches, von dem sie/er sich absondern müsste.

Das Leben selbst ist der Meister.

Der Geist der Tantrikerin / des Tantrikers wird so weit, dass immer mehr darin Platz hat.

Die Tantrikerin/der Tantriker gibt sich hin und fließt mit, ohne Widerstand zu leisten.

Dadurch wird ihr/sein Wesen auf ein enorm hohes Energieniveau gehoben.

Das ist der Weg der Ekstase – der Weg höchster Glückseligkeit.

Die Tantrikerin / der Tantriker braucht nichts zu zwingen, da sie/er weiß, dass ohnehin alles zum Besten geschieht.

Der Körper braucht nicht sublimiert oder abgestoßen zu werden, um Gott zu verwirklichen, sondern der Körper ist Gott, der Geist hat es nur noch nicht verstanden.

Damit er’s versteht, üben wir Tantra. Die Tantrikerin/der Tantriker vereint zwei Strömungen: den Körper zu vergeistigen und den Geist zu verleiblichen.

 

Dass Wunder zu entschleiern, das wir jetzt schon sind.

 

Die Sinnlichkeit

Das Besondere an Tantra ist das Ernstnehmen unserer Sinnlichkeit.

Tasten, Riechen, Schmecken, Hören, Sehen sind göttliche Fähigkeiten, wenn sie richtig kultiviert werden.

Es sind die Tore der innersten Glückseligkeit.

Es sind die Tore zur höchsten Selbst-verwirklichung.

Der ganze Körper ist Sinnlichkeit.

Der Tantriker entkommt der abstumpfenden Reizüberflutung der modernen Welt durch Achtsamkeits-Übung und Meditation.

Die Wahrnehmung verschärft sich deutlich durch diese Praktiken.

Ja, wahrscheinlich ist es der Sinn des Lebens, die Sinnlichkeit zu feiern.

Durch Sinnlichkeit (Sensualität) gelangen wir zum Sinn.

 

und Sensualität 

ist der spannungsreiche Kontakt eines Sinnesorganes mit einem Reiz.

Es ist das Wahrnehmen von zweien, die sich berühren und vereinigen möchten zu einem.

Es ist der natürliche Zustand sich mit dem Schönen zu vereinigen.

Deshalb spielt die sinnliche Vereinigung im klassischen Tantra immer eine zentrale Rolle.

Da mit der Vereinigung auch die machtvollsten Vorgänge der Menschheit, Zeugung und Empfängnis verbunden sind, liegt es nahe, dass hiervon ungeheure Energien ausgehen, die Tantra sich zunutze macht.